Mittwoch, 26. April 2017


Nichts Neues aus der Nähstube...
aber ein Rückblick auf "Quilts im Garten"

Hatte ich euch eigentlich schon erzählt, dass ich vor Jahren Patchworkausstellungen bei uns im Garten organisiert habe? Nein, noch nicht? Na, dann tu ich das jetzt mal.
Ruhe vor dem Ansturm
Begonnen hat eigentlich alles 1992 damit, dass ich mit meiner Freundin Christine mal alle unsere Quilts  draußen fotografieren wollte.
Die Anzahl war damals sehr überschaubar, aber die Familienmitglieder waren unsere "Besucher" und wir waren stolz darauf, was da so alles auf den Wäscheleinen zwischen den Obstbäumen flatterte. 
Auch unsere Nachbarn sahen, dass da bei uns mehr zwischen den Bäumen hängt als die übliche Wäsche. Wir luden sie ein und sie kamen und staunten und fragten, ob denn jetzt jeden Sommer sowas gezeigt werden wird?
Nicht jedes Jahr, aber alle zwei bis drei Jahre haben wir das dann gemacht. Es wurden auch meine Kursteilnehmerinnenn eingeladen, ihre Sachen auf die Leinen zu hängen und zu zeigen. Es wurde ein richtiges Show and Tell daraus. Viele brachten befreundete Quilterinnen mit und der Personenkreis wurde größer.
Unser Kuchenbufett

Gastfreundlich wie wir sind gab es natürlich auch Kaffee und selbstgebackenen Kuchen.
Jedes Jahr kamen mehr Besucher.  Bei der letzten Veranstaltung im Jahr 2014 waren es dann über 90 ! Das überstieg unsere Kapazitäten nun aber total, sowohl mit der Länge der Wäscheleinen, der Anzahl der Tassen und Teller (denn Plaste kommt bei uns nicht auf den Tisch), der Sitzmöglichkeiten und der Parkplätze in der Straße. Nur durch die Hilfe der Familie, der Nachbarn (durch das Ausleihen von Gartenmöbeln) konnte es so lange organisiert werden.
Und von den schönen Quilts habe ich kaum was gesehen, denn es gab durch die Organisation einfach dafür keine Zeit. Selbst für Fotos gab es keine Zeit, die wurden von anderen gemacht.

Mein Mann, (gut, dass er sooooo viel Verständnis für mein Hobby hat), war sofort damit einverstanden, als ich festgelegt habe, das war das letzte Mal!
Es kommen zwar immer noch hin und wieder Anfragen, ob und wann denn...; aber nein, es geht nicht mehr, leider. 
Dafür habe ich gemeinsam mit meine Frauen vom Patchworkkurs Kloster Vessra im letzten Jahr dort im Freilichtmuseum eine Spontanausstellung organisiert, die großen Anklang fand. Also werden wir es in diesem Jahr wieder machen, am 6. August, von 11 - 18 Uhr.
Dort findet auch die Regionalversammlung der Patchworkgilde unserer Region statt. Und Kaffee und Kuchen gibt es auch. 


Aber dafür sind dann andere zuständig und ich kann in Ruhe Quilts anschauen. 

Gerne zeige ich euch nochmal  Fotos  der vergangenen Jahre.


35 Grad, zum Glück spendeten auch die Bäume Schatten


Auch der Rasen wurde mangels Platz auf den Leinen genutzt

Auch einen kleinen Flohmarkt gab es mal

Und in einerEcke des Gartens gab es auch einen "Männerparkplatz". (Wir hätten Werkzeug zum Holzhacken hinlegen sollen.)


Mittwoch, 19. April 2017

Fertig!


Aber erst mit dem Nähen- jetzt geht es an das Quilten- aber wie? 

Das ist eine gute Frage, denn das Teil ist 110 x 180 cm groß. Es ruft förmlich nach freiem Quilten mit der Maschine. Aber bei dieser Größe- oh je!


Ich hab mal das Foto in Grautönen ausgedruckt und  Quiltvarianten mit roten Linien gezeichnet. 




 
1. Variante: Blumenmuster und ohne Absetzen in das nächste Motiv übergehen.

 2. Variante: Neben der Naht, aber da muß ich das große Teil ständig drehen- und das nervt.

 3. Variante: Ab in die Kiste zu den anderen UFO´s!?
 



Montag, 17. April 2017

Geburtstagsparty bei Valomea

Valomea feiert mit ihrem Blog den dritten Geburtstag. Aus diesem Grund gibt es etwas Tolles zu gewinnen. Schaut mal bei ihr rein!

Freitag, 14. April 2017

Rezept gegen schlechte Laune für die Osterfeiertag 

Tesselation- Quilt

 Zutaten:
  • viele unterschiedliche Stoffe, Batikstoffe oder selbstgefärbte Stoffe in gleicher Stärke
  • ein Grafikprogramm auf dem PC oder ein selbstgemachtes Schablonenpapier für den Entwurf ***
  • ein Lineal zum Schneiden der Streifen
  • ein 60-Grad Lineal zum rationellen Schneiden der Trapeze
  • eine Nähmaschine mit ausreichend Faden auf der Spule
  • ein spannendes Hörbuch im CD-Player.
Vorbereitung:

Frau macht sich einen Farbentwurf, der lediglich dazu dient, sich das System des Musters zu verinnerlichen und die Randgestaltung zu überdenken.

Zubereitung:

Man schneidet sich von den unterschiedlichen Stoffen einen Streifen in 3 inch Breite, aber nur so lang, dass man je 6 Trapeze daraus schneiden kann. Die Größe der Trapeze: lange Seite 6 3/4 inch, kurze Seite 3 1/4 inch und 60 Grad- Winkel. Am einfachsten und genauesten geht es mit einem 60 Grad- Lineal. 


Nun werden alle Teile so wie im Entwurf an einer Designwand oder einem großen Stück Stoff befestigt.
Erst wenn alles gefällt, beginnt man mit dem Nähen.

 






Und wie dieses kompliziert aussehende Muster dann genäht wird, das verrate ich euch später. Aber nur, wenn ihr mir einen Kommentar schreibt. Dann bekommt ihr auch (wenn ihr möchtet) den Bogen *** für euren Entwurf.  
Ich geh dann mal weiternähen.
Und euch wünsche ich  Frohe Ostern!
 

 

Mittwoch, 12. April 2017

...alles blüht.

Ich freue mich in jedem Jahr nach dem Winter darauf, dass endlich draußen das Grün erscheint und die ersten Frühjahrsblüten ihre Farben zeigen. Obwohl - ich mag den Winter sehr, denn in dieser Jahreszeit kann man ohne schlechtes Gewissen tagelang an der Nähmaschine verbringen.
Dem lieben Ehemann redet man dann ein, dass man im Winter besser nicht jeden Tag ein üppiges Mittagsmal zu sich nimmt. Denn dann wird sich erst gar kein Winterspeck auf dem Körper breit machen. Also hat frau nochmal mehr Zeit zum Nähen.

Im Jahr 2007 gab es von Christine Lindner eine Ausschreibung für eine Ausstellung unter dem Thema "Sommergarten" im Hennebergischen Museum Kloster Vessra. Also habe ich damals die driste Jahreszeit im Winter genutzt, um einen Quilt zu entwerfen und zu nähen.

Ich hatte helle Stoffe zuerst mit Wachsmalstiften bemalt, dann frei gequiltet bzw. gestickt. Dann wurden die vier kleinen Quilts mit zusätzlichen Blumen bzw. einer Blätterranke verbunden. Diese hatte ich ebenfalls gemalt, gestickt, mit Zick-Zack-Stichen versäubert und ausgeschnitten. Diese Arbeiten waren richtige Stimmungsaufheller, daran kann ich mich noch sehr gut erinnern. Also was sagt uns das? Nähen macht glücklich!

Es war damals eine kleine, aber feine Ausstellung. Sogar ein Katalog wurde gedruckt.
Als Bonus bekam jede Teilnehmerin der Ausstellung noch ganz individuell gestaltete Karten mit der Abbildung ihres Quilts. Das hat mich sehr gefreut. Leider habe ich nur noch diese eine Karte, aber die hüte ich sehr.

Der Quilt ist nun in guten Händen. Ich habe ihn an eine liebe Arbeitskollegin verschenkt, als sie sich mal in einer schwierigen Lebenssituation befunden hat. Sie hat ihn in ihrem Wohnzimmer an einem schönen Platz  hängen und erfreut sich an den Blättern und Blüten, besonders im Winter.

Es grüßt euch 


Sonntag, 9. April 2017


Suche dringend neue Klamotten- wer kann mir helfen???


   Also, ich brauche unbedingt ein neues Nervenkostüm, passend für meine Größe, wenn möglich in fröhlich- bunten Farben. Mein altes hat leider schon `ne Menge Löcher und ist schon leicht grau geworden.
   
  Es sollte weite Ärmel haben, aus denen ich mir immer bei Bedarf was raus schütteln kann. Genügend große Taschen, in denen man eine Faust machen kann.
   
  Dann brauche ich dringend neue Samthandschuhe, weil meine vom vielen Anfassen schon völlig zerschlissen sind und nicht mehr so gut funktionieren. Bitte keine weißen, die sind immer so schnell schmutzig.
   
   Ich hätte auch gerne mal ein Paar Schuhe die mir richtig passen, da ich mir ja immer gleich jeden Schuh anziehen muss und mir auch manchmal was reingeschoben wird ... und das ist auf Dauer schmerzhaft.
    
  Vielleicht noch einen schönen Hut, an den ich mir ein paar Dinge stecken kann.
Wenn noch jemand eine Rosa Brille zu Hause hat, die hätte ich auch gerne. Meine alte passt anscheinend nicht mehr richtig.
    
  Ganz toll wäre es auch, wenn noch jemand ein Dickes Fell übrig hätte, meins ist schon ziemlich abgenutzt. Besonders das Rückenteil ist vom vielen runter rutschen ganz verschlissen.
   
  Schaut bitte auch gleich noch nach einem Gürtel, den ich bei Bedarf enger schnallen kann. Ach und bevor ich es vergesse... wenn jemand noch ein paar  Geduldsfäden rum liegen hat, ich nehme sie gerne. Meine sind leider alle gerissen!
 
Ich danke euch herzlich, wenn ihr euch die Mühe macht und mir helfen könntet. 

Eure Rela


(Autor unbekannt)

Freitag, 7. April 2017

New York Beauty

 
Bei Marle gibt es eine Linkparty zum Thema NYB.

Bevor ich diesen eigenen Blog hatte, habe ich zwar viel über Linkpartys gelesen, aber nie so richtig gewußt, warum man sich an sowas beteiligt. Aber jetzt kann ich es nachvollziehen und mache mit- klar doch. Denn ich habe ja zum Thema auch etwas zum Zeigen.
Es ist ein Quilt in der Größe von 150 x 250 cm. Er ist ausschließlich aus selbstgefärbten Stoffen genäht und war ein Musterquilt für einen NYB- Kurs. Es sind viele verschiedene Blöcke, die ich z.T. sogar selbst entworfen habe. 
Ich hatte damals ein wenig Bauchgrummeln, ob meine Patchworkmädels durchhalten werden. Denn es gibt ja wahrlich einfachere Patchwork- Blöcke, die man nähen kann. Aber nein, sie fanden auch das Nähen der Rundungen machbar und haben sich gegenseitig beflügelt und mit ihrem Ehrgeiz angesteckt.  
Leider habe ich keine Fotos ihrer Quilts, schade, denn sie waren ausnahmslos alle sehr gelungen.
Durch einen Hinweis von Nana möchte ich auf die Schnelle noch ein paar Ergänzungen zum Quilt machen. Er ist komplett mit der Hand gequiltet. Das mache ich eigentlich sehr gerne.  
Da ich meine größeren Arbeiten eigentlich immer so mache, dass man sie als Kuscheldecke verwenden kann, ist dieser Quilt auch so groß. So ist er in seiner Nutzung geplant. Aber ich habe bereits so viele große Quilts, es ist nicht gelogen, ich könnte jeden zweiten Abend auf dem Sofa einen anderen benutzen und sie würden einen Monat reichen. Viele liegen unbenutzt in Schrank und Truhe, werden immer mal zu Ausstellungen rausgeholt und dabei gelüftet.  
Was werden wohl mal meine Erben damit machen???
Selber benutzen? - möglich. Aber sie haben ja auch schon mehr, als sie brauchen.

Montag, 27. März 2017



Wer mag schon Frühjahrsputz???


Jedes Jahr plagt sich die ordentliche Hausfrau damit, den Staub und Schmutz vom vergangenen Winter zu beseitigen. Unvermeidlich ist da auch das Putzen der Fenster und das Waschen der Gardinen. Ich hasse es, wirklich. Habe ich doch 15 Fenster im Haus und einen großen Wintergarten. Selbst am Fenster unserer Garage hatte ich Gardinen, die ich sogar noch öfter waschen mußte, weil da immer so viel Staub ist. Ich habe da vor längerer Zeit eine geniale Lösung für dieses Problem gefunden. Gardinen- die nie, nie, niemals mehr gewaschen werden müssen! 
Das glaubt ihr nicht, dass es so etwas gibt? Gibt es doch!

Diese sind nicht für gerade für´s Wohnzimmer geeignet, aber möglich wäre es schon. Aber für alle Fenster die etwas abseits liegen und ganz ohne Vorhänge unschön aussehen, sind sie ideal, sehr preiswert und vorallem pflegeleicht.

Neugierig? Also, das geht so. Man macht die Scheiben sauber und nimmt weiße Acrylfarbe. Einen dünnen Pinsel und etwas Fantasie. Und mit etwas Geschick und Geduld kann man sich die schönsten Gardinen an die Scheiben malen. Ob kurz oder lang, mit viel Muster oder wenig, mit viel oder wenig Falten, ganz nach Geschmack. 
Und was soll ich euch sagen, egal wie oft man drüber wischt, die Farbe hält. Bei mir bestimmt schon 5 oder 6 Jahre.
Und ihr könnt sicher sein, wenn man mal mit Besuch vorbeigeht und sie auf die "Gardinen", die ja eigentlich keine sind, aufmerksam macht, ist das Staunen groß. Keiner würde merken, dass sie nicht echt sind.
Mein Foto ist heute entstanden, leider stehen noch keine Blumenkästen draußen, dafür ist es noch zu kalt bei uns. Aber wenn das Fensterbrett dann noch seine Geranien hat, der Wein seine Blätter schiebt oder sich im Herbst seine Trauben färben, dann freue ich mich jedesmal über meine genialen "Gardinen".

Sonntag, 26. März 2017

Ein Hexagonquilt- wie mache ich den Rand ?


Bei meinen vielen Hexagonprojekten habe ich bereits mehrere Randgestaltungen ausprobiert. Am einfachsten finde ich, die Teile, die an den Rand kommen, nicht vollständig zu heften. Ich hefte nur die Seiten, die auch mit dem benachbarten Hexagon zusammengenäht werden. Die Nahtzugabe der anderen Seite lasse ich nach außen stehen. Zusammen genäht werden sie dann bis nach draußen. Dann brauche ich beim Geradeschneiden keine Angst haben, dass sich Stiche öffnen und man kann einen ganz normalen Bindingstreifen anbringen.
2. Variante: Man legt einen farblich passenden Streifen unter den äußeren Rand  und die Randhexagons werden darauf appliziert. Ich nähe mir einen richtigen Rahmen in der entsprechenden Größe. 
Man kann aber auch das Top auf ein größeres Stück Stoff legen, applizieren und danach den Stoff innerhalb der Applikationsstiche wegschneiden. 
Tipp: Die Schablonen erst nach dem Aufnähen entfernen. So kann sich nichts verziehen.
3. Variante: Eine ganz attraktive Möglichkeit ist für mich  das Gegennähen einer Reihe von Hexagons (links auf links) am Rand. Da ich die Hexagonprojekte immer aus Resten mache bleiben immer geheftete Teile übrig, die ich dann gezielt für den Rand verwenden kann. Das gefällt mir am Besten, weil die Rückseite dadurch auch noch eine Gestaltung erhält und der Rand außergewöhnlich ist.

Rückseite
Vorderseite
Rückseite eines Mini- Quilts für ein Puppenbett

Donnerstag, 23. März 2017

...wenn mal was zerbricht...


kann man es (meist) ersetzen.

Im Esszimmer meiner Schwester steht, so lange ich denken kann, auf der Anrichte ein großes viereckiges Glas mit Deckel. Dort drin sind immer allerlei Süßigkeiten, Bonbons, Pralinen, Gummitiere und anderes. Jeder kann sich bedienen. Keiner mag Süßes, aber  der Inhalt muß trotzdem immer mal wieder aufgefüllt werden. Unerklärlich!?
Nun hat sie aber vor geraumer Zeit den Deckel fallen lassen und er ist zerbrochen. Weil aber alle in der Familie dieses Glas (oder den Inhalt !) so mögen, mußte ein neuer Deckel her. Sie bat mich, einen aus Ton anzufertigen. Der erste Versuch ging schief, denn ich hatte den Schwund beim Brennen nicht so richtig bedacht und der Deckel passte nicht. Der zweite ist  gestern aus dem Brennofen gekommen. Und weil ich den Schwund (13%) diesmal exakt berechnet hatte passt er perfekt. Ja, man muß sogar rechnen können beim Töpfern, nix mit nur Kreativ
Der rote Griff lässt sich richtig gut in die Hand nehmen. Nun hoffe ich nur noch, dass ihr der Deckel  gefällt. 

Und für den kleinen Deckel hab ich sogar ein passendes Glas gefunden. So bekommt eben jeder Topf seinen Deckel- wie im wahren Leben.




Mittwoch, 22. März 2017

Samstag, 18. März 2017



Süßes ohne Kalorien, geht nicht? Geht doch!


Vor längerer Zeit hatte ich mal im Internet ein Foto von selbst gemachten Pralinen gesehen. Nein, nicht solche mit viel Schokolade und Marzipan, mit Nüssen und allerlei Zeug, Nein nicht solche Pralinen, die man mit einer Hingabe isst und gleich, bevor der letzte süße Geschmack auf der Zunge vergangen ist, bereits das schlechte Gewissen hochkommt. Nein, es waren selbst gemachte „süße“ Sachen aus Stoff, aus Filz, mit Spitze und Perlen verziert- nur zum Anschauen gemacht. 
Im ersten Moment dachte ich- so was Doofes. Nun fangen die schon an und basteln sich textile Süßigkeiten, die man nur angucken kann. Wozu das? Es gibt ja viel Unnützes Zeug, aber Pralinen aus Stoff, niemals!!!
Aber man wird es nicht glauben, diese kleinen Dinger gingen mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ich bin ja gar keine, die bei Süßigkeiten, mögen sie noch so gut und teuer sein, dahin schmelzen würde. Ich greife eigentlich lieber zu einer Scheibe Käse oder zu einem Stückchen guter, geräucherter Knackwurst.
Aber manchmal sind mir solche süßen Sachen ganz angenehm, so als „Ohnmachtshappen“, wie mein Mann sagen würde. Und das ist so: In meinen Patchwork- Kursen wird immer mal eine Schachtel mit Süßem herumgereicht. Ich greife(der Höflichkeit halber) dann auch zu, entscheide mich aber wenn möglich für das, was in irgendeiner Form verpackt ist. Das landet dann selten in meinem Mund, sondern in einem Fach meiner Kurstasche. Dort kann es dann liegen und liegen und liegen…



Aber manchmal bin ich lange unterwegs und komme nicht dazu, etwas zu essen. Auf dem Nachhauseweg ergreift mich dann ein starkes Hungergefühl und dann denke ich  während der Fahrt an eine leckere Bratwurst, ein Fischbrötchen, ein Stück Pizza oder, oder…
Und dann kommen mir die gebunkerten Süßigkeiten in den Sinn und eines oder zwei davon helfen mir, die Zeit bis zu Hause zu überbrücken. Also doch ein Ohnmachts- Happen!
Aber nun wieder zurück zu den Pralinen. Wie schon erwähnt, gingen sie mir nicht mehr aus dem Sinn. Selbst wenn ich mal eine alte Pralinenschachtel in der Hand hatte, in der z.B. Knöpfe oder ähnliches gelagert werden, dachte ich beim Anblick des Inhalts auf dem Deckel, oh, auch dieses Stück könnte man aus Filz nähen.
Und ich denke ihr könnt es erahnen. Ich fing wirklich damit an, solche Dinger zu nähen. Und es machte einen wirklichen Spaß, die garnicht süßen Schwestern der echten nachzumachen. Eine ganze Zeit lang habe ich dann welche verschenkt, schön in Original Pralinenschachteln verpackt. Gut dass ich einen Mann habe, der gerne Süßes ißt. Denn dadurch kamen immer mal solche Schachteln ins Haus.
Die Beschenkten haben sich (meist) gefreut. Manche hat es leider als Wink mit dem Zaunpfahl aufgenommen, obwohl es nicht so gemeint war. Und eine hat mir erzählt, dass sie wirklich dachte, sie seien echt und hat es erst bemerkt, dass es nicht so war, als sie eine davon im Mund hatte.
Nur ein paar wenige hab ich noch. Nur die konnte ich fotografieren. Aber gefühlte 200 Stück habe ich sicherlich angefertigt und verschenkt.
Und so ist das: Sage niemals nie, und sage nie, das würde ich niemals nähen. Ich wurde eines Besseren belehrt.

Dienstag, 14. März 2017

Miniaturen aus der Restekiste


In unserer Patchworkgruppe "QuilThuer"  haben wir bereits im Januar ein neues Projekt begonnen. Dafür wurden diese 10 x 10 cm großen Miniatuten angefertigt. Eigentlich wollte ich nichts Gegenständliches nähen, sondern einfach Phantasiebilder mit geometrischen Formen.

 

Aber das, was ich in meinen Restekisten gefunden habe hat förmlich nach der Darstellung von Landschaften gerufen.
Also habe ich mich als Landschaftmalerin mit Stofffitzelchen, Fäden und Fusseln betätigt. Was dann in der Gesamtheit daraus werden soll, dass verrate ich später. Ihr könnt gespannt sein. 





Und das, was ich bereits von den Mädels in der Gruppe gesehen habe, lässt sehr viel Kreativität erahnen. Ich werde berichten, versprochen!

Freitag, 10. März 2017

Meine zweite kreative Leidenschaft- Töpfern


Fast 3 Wochen sind seit meinem letzten Post vergangen, also muß mal wieder was passieren hier bei RELAS- Sticheleien.


Nein, ich mache noch keinen Frühjahrsputz, und nein, ich mache auch noch keine Gartenarbeit. Ich bin nur im Moment sehr damit beschäftigt, Unterlagen für meine Kurse zu erarbeiten. Ja, ich mache mir da sehr viel Mühe, manchmal zu viel. Ich bin der Meinung, dass nicht nur das Erklären einer Technik und das Zeigen an einem Beispielprojekt zu einem erfolgreichen Kurs gehört. Es soll jede Teilnehmerin ein "Papier" in die Hand bekommen, anhand dessen sie auch später noch sehen kann, was sie bei mir gelernt hat und wie es geht, wenn sie es noch einmal nacharbeiten will. Ich weiß, dass das manche Kursleiterinnen nicht so sehen, weil dieser Aufwand eh nicht bezahlt wird. Aber da kommt eben immer noch meine Berufserfahrung als Dozentin durch. In den Jahren vor dem Ruhestand war ich in der Erwachsenenbildung tätig und da waren solche Vorbereitungen notwendig, wenn man die Seminargruppe 8 Stunden und 5 Tage in der Woche bei der Stange halten wollte. 
Genäht habe ich in den letzten Tagen nichts Zeigenswertes, alles nur Fragmente. 
Aber wie man ja im Titel meines Blogs lesen kann, gehört auch Töpfern zu meinem kreativen Leben. In Ermangelung von Bildern aktueller Nähprojekte möchte ich gerne ein paar Einblicke in meine Keramikproduktion geben. Seit einigen Jahren gehe ich zweimal im Monat für je 2 Stunden in eine kleine Keramikwerkstatt in der Nähe und arbeite dort mit dem Werkstoff Ton. Begonnen habe ich damit durch Zufall. Eine Arbeitskollegin, krebskrank und in Frührente, wollte das Arbeiten mit Ton kennenlernen, aber nicht alleine so einen Kurs besuchen. Also kam ich(etwas zögerlich) der Bitte nach und es begann für mich eine neue Liebe. 
Elisabeth, ich schicke dir liebe Grüße in den Himmel und bedanke mich bei dir, dass du mich auf so einen Weg gebracht hast. 
Das, was mir am besten an diesem Material Ton gefällt ist, dass es etwas völlig anderes ist als die Stoffe, die ich sonst in der Hand habe. Man muss ganz andere Dinge beachten wenn man mit Ton arbeitet. Man muss bedenken dass das Stück beim zweimaligen Brennen stark schrumpft, man muss beim Auftragen der Glasur vieles bedenken und, und, und…
Aber es macht mir sehr viel Freude und ist entspannend, nur ganz für sich etwas zu formen, keine Verantwortung für die anderen zu tragen, denn da bin ich ja die Kursteilnehmerin. Manchmal wird in der Gruppe viel geschnattert, mal ist es sehr still, manchmal wird auch ein Glas Sekt getrunken- aber wenn ich man nicht teilnehmen kann, dann fehlt mir wirklich etwas.
Viele meiner Keramiken sind verschenkt, manches auch verkauft. Aber meine Lust zum Arbeiten mit Ton ist ungebrochen.

Mittwoch, 22. Februar 2017

...ich hab´geträumt heut´ Nacht, die ganze Nacht, heut´ Nacht...

Wenn ich in der Nacht nicht schlafen kann, versuche ich es nicht mit Schäfchenzählen. Damit habe ich keinen Erfolg. Nein, ich gehe in Gedanken meinen Stofffundus durch und überlege, welche Stoffe ich in einem meiner nächsten Projekte verarbeiten könnte. Für jede neue Näherei brauche ich dann aber noch passende weitere Stoffe und ich überlege und überlege und überlege und komme zu dem Ergebnis, dass ich mal wieder nicht die passenden habe. Und dann passiert es, dass ich doch einschlafe und von einer Stoff- Freihaus-Lieferung träume.

So ist es gewesen in der letzten Nacht.

Ich hab dann mal ganz schnell ein Foto von meinem Traum gemacht und das möchte ich euch natürlich unbedingt zeigen.
  
 Was wohl die neugierige Nachbarin darüber denken mag???

Sonntag, 19. Februar 2017



Manchmal kommt es anders als gedacht…


Vor ein paar Tagen hab ich mich ganz spontan zu einem Stoffkauf entschlossen. Gut, dass just in dem Moment, als ich aus dem Auto steigen wollte, mein Göttergatte auf seinem Handy angerufen wurde. Also würde er gar nicht merken, wie lange ich in dem Geschäft verweile. Wie das manchmal (oder oft) so ist, geht „frau“ in den Laden und will eigentlich nur ein paar Nähmaschinennadeln kaufen. Ich stellte mir wie oft die Frage, warum kaufst du wieder nur ein Päckchen- klar, damit frau ganz schnell wieder Grund hat, in so eine Geschäft gehen zu müssen. Es hört sich doch viel besser an, wenn man zu seinem Göttergatten sagt, ich brauche Nadeln, statt zu sagen, ich brauche Stoff. Und dann geht frau nicht zielgerichtet zum Regal mit den Nadeln. Auf dem Boden sind keine Pfeile eingezeichnet sind, die die Richtung weisen, uns so geht man gewollt Umwege und wählt nicht den kürzesten Weg. In manchen Kaufhäusern hasse ich es, dass es keine kurzen Schleichwege gibt. Aber im Stoffladen liebe ich solch langen Pfade.

Beim Durchschlendern fiel mein Blick auf einen ganz im untersten Fach liegenden Stoffballen, der mir schier entgegen „leuchtete“. Ein feines Stöffchen mit tollen Bordüren und einem sehr schönen Golddruck. Eigentlich ist so ein Glitzerkram so gar nicht meins, aber dieser Stoff hat sofort mit mir „gesprochen“. Ich wusste genau, dass ich noch farblich passenden Unistoff dazu im Schrank hatte und kaufte, obwohl er s…teuer war, spontan zwei Meter.

Zu Hause legte ich die Stoffe nebeneinander und alles passte farblich so perfekt, dass ich richtigen Freudendaumel spürte. Ich wusste genau, was ich daraus nähen wollte: Ein weiteres Projekt, geschnitten mit meinem neuen Kaleido- Lineal.
Ich probierte wieder mit dem Grafikprogramm auf dem PC verschiedene Varianten. Dann entschied ich mich, doch nur zwei Unistoffe mit dem Golddruck zu vernähen.
Drei unterschiedliche Blöcke wurden benötigt.
Das Teil sollte wie ein Medaillon aufgebaut sein, also keine einfache Wiederholung der immer gleichen Blöcke. Deshalb war eine genaue Planung unumgänglich.  Um so wenig Verschnitt wie möglich zu haben wurde schon vor dem Kauf nachgesehen, ob die beiden Bordüren eine gleiche Breite haben. Dem war zum Glück so. Dadurch war es möglich, den Stoff maximal zu nutzen.

 







Da mein Kaleidoskop- Lineal nur die kleine Ausführung ist reichte die eingezeichnete Skala nicht aus. Deshalb habe ich auf der Rückseite einfach noch zwei Linien dazu gezeichnet und, damit sie nicht verwischen, mit einem Streifen Tesa überklebt.

So konnte ich perfekte Dreiecke aus den Bordüren schneiden und hatte keinerlei Stoffverlust. 


Um die Wirkung der Bordüre mit den Uni- Stoffen zu testen legte ich vor dem weiteren Zuschneiden die Stoffe probehalber zusammen und entschied mich für blau und olivgrün.

Dann wollte ich eigentlich durchrechnen, wie viel Teile ich benötige und alles erst schneiden. Gut, dass ich das nicht getan habe. Denn ich musste feststellen, dass das Design der beiden Bordüren nicht an allen Stellen des Medaillons gut aussah und ich Teile immer wieder hin und her tauschte. Nach dem Fertigstellen des Mittelblocks musste ich erkennen, das die wunderschöne Wirkung des Golddruckes völlig verloren war. Egal, aus welcher Sicht ich es betrachtete, es wirkte gar nichts mehr. Die Enttäuschung ist erstmal groß.
Schade, nun muss ich erst einmal ein paar Tage verstreichen lassen, bevor ich weiter mache. Es wird wohl nun um den Mittelblock Runden geben, aus Bordüre und Uni- Stoffen. Der Medaillon- Charakter bleibt bestehen, aber das Ergebnis wird nicht so sein wie unsprünglich geplant.

Nun habe ich erstmal alles zur Seite gelegt und beschäftige mich mit der notwendigen Hausarbeit. Mit der Bügelwäsche, mit dem Staubwischen und mit den Schmutz auf den Fenstern. Obwohl - es ist ja noch Winter und rausschauen kann man doch auch noch!!!

Übrigens, geht es euch auch manchmal so? Man will putzen und dann stolpert man so ungünstig, dass man plötzlich an der Nähmaschine sitzt?